Sneakerness Wien | Sergio Muster

Bevor wir euch allzu lange mit den üblichen statistischen Eckdaten langweilen – im Falle der dritten, der Wien-Edition der Sneakerness, die am 10.10.09 in der Alten Markthalle in Mitte über die Bühne ging, wären dies: 1 Event, 1.500 Besucher, drei Stores und 14 Aussteller – gehen wir doch lieber direkt ans Eingemachte.

Du warst also nicht dabei, willst aber dennoch mitreden? Gut – stell dir eine riesige Halle voller Turnschuhe in deiner Größe vor, multipliziere sie mit allen Styles deiner ‚Always wanted – never got!’-Liste und nimm als Bonus noch an, dass deine Lieblingsdesigner und Fave-Customizer plötzlich aus dem Nichts auftauchen und dir vorschlagen deine leider leicht verlotterte Sammlung für einen Spottpreis wieder so richtig auf Vordermann zu bringen. Genug Stoff für feuchte Träume? Wir haben noch mehr, denn Wien hatte verdammt viel zu bieten.

Neben dem ultimativen Comeback von KangaROOS Supershoes, das mit einer Serie von auf je 80 Stück limitierten Sneakerness x KangaROOS Slam Dunk bzw. Sneakerness x KangaRoos Game gebührend gefeiert wurde, durfte man einmal mehr an den Knöpfen des NIKEiD-Systems drehen, Lacing Artist Lune am Puma-Stand beim Schnüren beobachten, ‚Where’d you get those?’-Autor und HipHop-Legende Bobbito Garcia wahlweise hinter den Turntables oder in seinen brandneuen Pro-Keds Royal Flash x Bobbito Garcia bewundern, das New Balance ‚Design-your-Own’-Konzept bearbeiten, mit privaten Ausstellern um rare Sondereditionen oder gut erhaltene OG’s feilschen, an einem der Workshops teilnehmen oder einfach nur mit Gleichgesinnten und der zahlreich angereisten Sneaker-Prominenz bei einem Bier oder einer Limo am Sneakers Mag.-Stand oder bei der Aftershow-Party fachsimpeln. Ein volles Tagesprogramm also, das gut und gern auch für eine ganze Woche umfangreiches Entertainment ausgereicht hätte.

Grund genug, ein bisschen hinter die Kulissen des Projekts zu schauen und so schnappten wir uns Sergio Muster, um ihn mitten im Trubel ein wenig über Herz und Seele der Sneakerness auszuquetschen.

Sergio, stell dich doch bitte kurz vor… .

Ach weißt du, eigentlich will ich mich nicht in den Vordergrund drängen. Ich bin einfach nur ein Junge, der Sneakers liebt. Vielmehr möchte ich auf diesem Wege aber mein Team vorstellen. Als da wären: Diana, die ein Zimmer nur für ihre Sneaker hat, Lukas, ein begnadeter Grafiker und Sneaker Freak jr. und dann gibt es noch Nik a.k.a. Shake&Bake a.k.a. I love Jordans! Ohne unsere Staff, unsere Freunde, Helfer und Familien gäbe es die Sneakerness nicht. Du siehst, wir sind nach nur einem Jahr zu einer großen Sneakerness-Familie herangewachsen. Einfach Wahnsinn.

Wie bist du auf die Idee gekommen, die Sneakerness ins Leben zu rufen? Was ist die Idee, das Ideal hinter dem Event?

Diana und ich begannen 2007 kleine Apéros in einem Sneaker-Store in Bern zu organisieren. Bei der ersten Auflage erschienen 20 lokale Sneakerheads. Bei der second Edition einige Monate später standen dann bereits 80 vor der Tür. So kamen wir auf die Idee, das Event größer aufzuziehen und die Sneakerness entstand. Mit Lukas kam die Kunst ins Team und nach fast einem Jahr Vorbereitungsphase ging die erste Sneakerness am 27. September 2008 in Bern über die Bühne. Die Philosophie dahinter ist eigentlich recht simpel: Der Sneaker steht bei uns immer im Vordergrund. Wir bieten Sneakerheads eine Plattform, um sich auszutauschen und dem Rest der Welt präsentieren wir die besten Seiten unserer heiß geliebten Spinnerei. So oder so, der Sneaker ist ein Kultobjekt.

Bereits nach dem ersten Event habt ihr unglaublich viel nationales wie internationales Feedback bekommen. Habt ihr mit diesem Zuspruch gerechnet?

Ich denke, jeder, der sich mit der Sneakerness beschäftigt – ob nun als Besucher oder nur via Magazinen und dem Internet – merkt, wie viel Passion im Event steckt. Wir planen jedes Detail und zollen dem Sneaker den längst verdienten Tribut. Unsere Partner werden sehr gezielt ausgewählt und wir befinden uns eigentlich in einem ständigen Brainstorming-Prozess, um die Sneakerness noch weiter zu verbessern. Der Event selbst, aber auch alle Collabos, die wir anschieben, sind auf ihre Weise absolut einzigartig.

Ihr gebt euch ja nicht nur in Punkto Sneakers Mühe, sondern habt auch immer ein massives Musikprogramm am Start. Wie habt ihr es geschafft, für Zürich DJ Clark Kent nach Europa zu bekommen? Die Kombination mit Bobbito war wirklich unschlagbar. Respekt.

Danke sehr. Auf der ersten Sneakerness hat Bobbito Garcia ja allein aufgelegt, und er war so begeistert, dass er uns den Kontakt zu Clark klarmachte. Clark war vom Event sofort überzeugt und als wir ihm dann noch sagten, dass er und Bobbito zusammen die Zürcher Aftershow-Party schmeißen würden, waren die beiden kaum noch zu halten und freuten sich wie zwei Kinder. Schau dir mal das Video auf Facebook an. Einfach der Hammer die zwei. Mit dem Duo wird auch in Zukunft noch einiges gehen, hoffe ich. In Wien ist Clark leider nicht dabei, aber ich denke, wir haben mit Bobbito, DJ Buzz und Zuzee von den Waxolutionists und dem DJ-Duo JR & PH7 auch ein verdammt gutes Line-Up zusammengestellt.

Kennst du Bobbito eigentlich schon länger?

Nein, eigentlich nicht. Mit der Sneakerness konnte ich mir den Traum erfüllen, Bobbito, für mich eine wirkliche Legende, kennen zu lernen. Als ich den Film ‚Just for Kicks’ sah, hab ich mir geschworen, diesen Bobbito irgendwann einmal in die Schweiz zu holen und via diverser MySpace-Kontakte ist es mir dann tatsächlich auch gelungen. Es war in der Tat alles unglaublich unkompliziert. Als wir ihn am Flughafen abholten, ging für mich ein Traum in Erfüllung. Mittlerweile gehört er zur engen Sneakerness Familie. Wirklich ein toller Typ.
Erzähl uns ein bisschen mehr über den Wien-Event. Wie kommt es, dass ihr jetzt auch im Ausland agiert?

Das ist schnell erzählt. Pauli vom Stil Laden und Stefan von BlankTon nahmen Kontakt mit uns auf uns fragten, ob wir Interesse hätten, die Sneakerness in Wien stattfinden zu lassen. Nach einem lustigen gemeinsamen Abend mit riesigen Wiener Schnitzeln war klar, dass es uns an die Donau verschlagen würde. Na, und nun sind wir also hier und mit uns adidas, Nike, Puma, KangaROOS, Pro-Keds, Pointer, Element, Lakai, Supra, DVS, Onitsuka Tiger, Reebok, DC und New Balance, die alle jede Menge limitierte Sondereditionen, Gimmicks und Sneakerness-Specials im Gepäck haben. Großartig.

Ein kurzer Ausblick auf die Zukunft. Was habt ihr in Planung?

Ich will die Sneakerness in ganz Europa etablieren. Nach Zürich und Wien werden wir in diesem Jahr zusammen mit euch Jungs vom Sneakers Magazine endlich auch Deutschland massiv unsicher machen. Darauf freuen wir uns schon – es ist schließlich immer nett, mit anderen Sneaker-Wahnsinnigen neue Projekte anzuschieben. Holland, Frankreich und England stehen ebenfalls auf unserer Liste. Na, wir werden sehen. Zudem wollen wir nicht nur einen Main-Event organisieren, sondern auch verstärkt im Consulting-Bereich tätig werden. Wir haben noch etliche Ideen. Du siehst, der Spirit lebt!

www.sneakerness.com

One Trackback

  • 30. Mai 2010 | Permalink |

    Sneakerness Zürich 2010…

    Sammeln, tauschen, bestaunen, mit anderen Sneakerfans quatschen und einfach nur Spass haben: All das ist auch auf der diesjährigen Sneakerness Messe in Zürich wieder möglich, die am 5. Juni im Güterbahnhof in Zürich stattfinden wird. Nachdem die Sneake…

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